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Unterschiedliche Kulturen, verschiedene Sprachen - "Fremdheit" im Beratungsprozess

In der Beratung und therapeutischen Behandlung mit Klient/innen, die unseren kulturellen Hintergrund nicht teilen, versuchen wir oft zu unterscheiden, was in der Beziehung zu unserem Gegenüber in dessen individueller Biographie und Persönlichkeit begründet liegt, was als Folge einer seelischen Erkrankung (z.B. einer Traumafolgestörung) und was als Teil der kulturellen Prägung im Rahmen der kollektiven Zugehörigkeit zu verstehen ist. Wenn uns das Verhalten und die Art der Beziehungsaufnahme von Klienten im interkulturellen Setting fremd und unverständlich erscheint, gibt es häufig die ‚naheliegende‘ Erklärung, dass die Herkunftskultur dafür die größte Rolle spiele. Aber wie genau spielt eigentlich unsere eigene kulturspezifische Sichtweise und die unserer Klienten in die Beratungssituation, in die Behandlung oder pädagogische Beziehung hinein, zumal wenn wir es oftmals als Folge von Globalisierungsprozessen nicht mehr mit einem einzigen kulturellen Milieu zu tun haben, in dem die Klient/innen gelebt haben ?
Ist die Vermeidung von Blickkontakt oder des Händedrucks zur Begrüßung Ausdruck kulturspezifischer Höflichkeitsformen oder zeigt sich darin die große Verunsicherung des Klienten?
Welche Haltung hilfreich in der interkulturellen Beziehung zu Klient/innen sein kann, um Missverständnisse und Kontaktabbrüche zu vermeiden, wird uns im dem Seminar genauso beschäftigen wie der Umgang mit Sprache und Bedeutungen und Besonderheiten der Beratungs- und Behandlungssituation mit Unterstützung von Sprachmittlern.
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte der Sozialarbeit, Pädagogik, Psychologie und Psychotherapie, die in interkulturellen Beratungs- und Psychotherapie-Verläufen schon einmal Kommunikationsstörungen erlebt haben und mit der Frage zurückgeblieben sind: Lag es an der Kultur? Es richtet sich auch an diejenigen, die sich schon vor solchen Rückblicken vergewissern wollen, dass sie das Thema Kultur weder vernachlässigen und noch als Erklärung für alles Unverständliche heranziehen möchten.

Inhalte:

> Verständnis ‚kultureller Landkarten‘ : Kulturspezifische Verständnisformen und kultursensible Verständnisformen

> Reflexion der eigenen kulturellen Orientierung: nicht nur die Klientin oder der Klient hat Kultur

> einige Aspekte der interkulturellen Beratung und Therapie:

  • Atmosphäre und Kontakt
  • Fragen stellen, um Antworten zu erhalten
  • Beachten von Loyalitäten im Familienkontext
  • Tabus und Geheimnisse: Wer weiß davon, wer nicht?
  • Schweigen in der Beratung
  • Scham und gesellschaftliche Ächtung

> Verlauf von freiwilligen und unfreiwilligen Migrationsprozessen und ihre Bedeutung für Beratung und Therapie

> Verständigungsprozesse, wenn es keine gemeinsame Mutter-/Vater-sprache gibt.

Zeiten, Orte

Für dieses Angebot ist momentan eine Zeit bzw. Ort bekannt:

ZeitenDauerArtPreisOrt, BemerkungenAng.-Nr.
11.10.17
10:00 - 18:00 Uhr
1 Tag
(6 Std.)
Ganztägig
Mi.
max. 18 Teiln.
150 € Kennedyallee 78
60596 Frankfurt am Main
2016-A0040
Anbieteradresse
Institut für Trauma-Bearbeitung und Weiterbildung
Waidmannstr. 25
60596 Frankfurt am Main
Tel: 069 - 46990053
Fax: 069 - 46990052
Kontakt: Nina Dümke, Montag – Freitag 10:00-18:00 Uhr
www.institut-fuer-traumabearb..
orga@institut-fuer-traumabear..

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Allgemeine Fragen zur Weiterbildung
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