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Start KurzCurriculum UMF

Dieses Angebot ist abgelaufen.

Die viermonatige Fortbildung richtet sich an professionelle HelferInnen, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreuen. Als Folge ihrer oft chronifizierten und komplexen Traumatisierungen zeigen unbegleitete minderjährige Geflüchtete oft gravierende, aber auch sehr heterogene Probleme und Verhaltensauffälligkeiten, die von psychosomatischen Beschwerden, Ängsten, Schulproblemen, (auto-)aggressivem Verhalten bis zu dissozialem Verhalten reichen und sich insbesondere in der Beziehungsgestaltung niederschlagen. Misstrauen, Angst, Kontrollverlust und Beziehungsabbrüche erschweren die Etablierung auch hilfreicher professioneller Beziehungen und lösen in den BetreuerInnen oft Gefühle von Hilflosigkeit und Ohnmacht aus. Hinzu kommen die sprachlichen Probleme, die die Verständigung erschweren und die kulturellen Besonderheiten, die das gegenseitige Verständnis erschweren.
Das Kurzcurriculum soll ein Verständnis für die bei den traumatisierten Kindern und Jugendlichen ablaufenden psychischen Prozesse und die resultierenden Beziehungsdynamiken vermitteln, um damit eigene Handlungsspielräume zu erweitern und Sicherheit in der Planung adäquater Interventionsstrategien zu ermöglichen. Grundlage der Seminare bilden wissenschaftliche Erkenntnisse über die Auswirkungen von Traumata und die Erkenntnisse aus der Traumapädagogik. Im Anschluss an drei Seminarblocks finden Supervisionstage mit Auswertungen der angewandten Erkenntnisse statt.
Die ersten drei Fortbildungsseminare finden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt. Die Supervisions- und Auswertungstage finden im Anschluss in etwa monatlichem Abstand statt.

Seminarinhalte

1. Einführung in die Psychotraumatologie
Die Grundbegriffe der Psychotraumatologie werden erläutert. Die Einführung in das Verlaufsmodell psychischer Traumatisierung erleichtert das Verständnis für die Dynamik psychotraumatischer Störungen. Kulturelle Aspekte sollen mit besprochen und die Besonderheiten der Traumatisierungen unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter sollen erarbeitet werden.
Anhand eines Fallbeispiels sollen die individuellen Auffälligkeiten verständlich gemacht und ein erster Einblick in hilfreiche Maßnahmen gegeben werden.

2. Traumapädagogik
Nach einer Einführung in die Entstehungsgeschichte der Traumapädagogik werden grundlegende Prinzipien und Aufgaben erläutert. Auf der Basis traumapädagogischer Grundhaltung werden notwendige Bedingungen für einen „sicheren Ort“ erarbeitet. Das Erproben pädagogischer Möglichkeiten der Stabilisierung traumatisierter unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter rundet diese Einheit ab.

3. Psychoedukation
Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen von Stabilisierungstechniken werden praktische Hinweise zur Umsetzung der Psychoedukation gegeben. Distanzierungstechniken werden erprobt, um Möglichkeiten der Vermeidung von Intrusionen oder Dissoziationen und die Förderung der Selbstkontrolle von traumatisierten minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen an die Hand zu geben.

Supervisionstag
In zwei Supervisionstagen werden die Erfahrungen mit dem erworbenen Wissen und den Techniken besprochen.

Zeiten, Orte

Für dieses Angebot ist momentan eine Zeit bzw. Ort bekannt:

ZeitenDauerArtPreisOrt, BemerkungenAng.-Nr.
27.04.17 - 28.04.17 2 Tage Do. und Fr.
max. 18 Teiln.
k. A. Kennedyallee 78
60596 Frankfurt am Main
2016-A0027
Anbieteradresse
Institut für Trauma-Bearbeitung und Weiterbildung
Waidmannstr. 25
60596 Frankfurt am Main
Tel: 069 - 46990053
Fax: 069 - 46990052
Kontakt: Nina Dümke, Montag – Freitag 10:00-18:00 Uhr
www.institut-fuer-traumabearb..
orga@institut-fuer-traumabear..

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Allgemeine Fragen zur Weiterbildung
W.H.S.B. Weiterbildung Hamburg Service und Beratung gemeinnützige GmbH
Steindamm 91
20099 Hamburg-St. Georg
Tel: 040 / 280 84 666
Fax: 040 / 28 08 46-99
Mo-Do: 10-18 Uhr, Fr: 9-17 Uhr
www.weiterbildung-hamburg.de
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