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Sprachstörung oder mangelnde Deutschkenntnisse? Differenzialdiagnostische Abgrenzung bei Migrantenkindern

Sprachstörung oder mangelnde Deutschkenntnisse?

Differenzialdiagnostische Abgrenzung bei Migrantenkindern

mit Dr. päd. Lilli Wagner,
Dipl.-Sprachheilpädagogin, Akad. Sprachtherapeutin
Inhalt

Die meisten Fachpersonen, die mit Kindern arbeiten, kennen die Unsicherheit bei der Einschätzung der Sprachfähigkeit bei Migrantenkindern: Kann das Kind einfach noch nicht ausreichend Deutsch oder liegt eine Sprachentwicklungsstörung vor, die die Indikation einer Sprachtherapie nach sich zieht? Die Frage ist umso schwieriger zu beantworten, je weniger Deutschkenntnisse das Kind mitbringt.
Im Seminar werden einige praktische Hilfsmittel vorgestellt wie die für die Praxis konzipierten zweisprachigen Anamnesebögen von Jedik (2006) und das Screening der Erstsprachfähigkeit bei Migrantenkindern ?SCREEMIK 2 (Wagner 2008), das im deutschsprachigen Raum als normiertes Screening für die Erstsprachen Russisch und Türkisch vorliegt und deutschsprachigen Fachpersonen ohne Kenntnisse der Erstsprache des Kindes eine Einschätzung des sprachlichen Entwicklungsstandes von zweisprachigen Kindern im Alter von 4-6 Jahren ermöglicht. SCREEMIK 2 stellt eine praktische Hilfe für die differenzialdiagnostische Abgrenzung zwischen erwerbsbedingten Auffälligkeiten in der Zweitsprache Deutsch und einer Sprachentwicklungsstörung dar, die sich sprachübergreifend und einzelsprachenspezifisch in allen Sprachen eines mehrsprachigen Kindes äußert.

Des Weiteren wird das 2014 erschienene Screening der kindlichen Sprachentwicklung - SCREENIKS vorgestellt, das eine zeitökonomische Erfassung des individuellen Sprachentwicklungsstandes im Deutschen bei 4-7-jährigen ein- und mehrsprachigen Kindern ermöglicht. Das computergestützte Verfahren wurde für ein- und mehrsprachige Kinder separat normiert und überprüft die Bereiche Aussprache, Grammatik und Wortschatz. Weitere Instrumentarien wie z. B. WIELAU-T, SFD, CITO etc. werden überblicksartig im Hinblick auf mögliche Vorteile und Nachteile diskutiert.
Methoden: Vortrag, Diskussion, Arbeitsgruppen, Falldarstellungen

Referentin:
Dr. päd. Lilli Wagner

studierte von 1994 bis 1999 Sprachheilpädagogik an der Universität zu Köln und promovierte dort anschließend zum Dr. paed. 2000-2002 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln sowie als Sprachheilpädagogin in einer mehrsprachigen sprachtherapeutischen Praxis tätig. Von Juli 2002 bis Januar 2007 Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sprachheilpädagogik an der LMU München sowie an dem dort angebundenen Forschungsinstitut für Sprachtherapie und Rehabilitation im Bereich Mehrsprachigkeit. Seit November 2007 Tätigkeit als Sprachheilpädagogin am Diakoniewerk München-Maxvorstadt sowie Referententätigkeit in der Fortbildung von Sprachheilpädagogen, Logopäden, Lehrern und Erziehern zum Themengebiet »Mehrsprachigkeit«.
Quellenangaben:
Grohnfeldt, M., Triarchi-Herrmann, V., Wagner, L. (Hrsg.) (2005): Mehrsprachigkeit als sprachheilpädagogische Aufgabenstellung. Edition von Freisleben: Würzburg.
Wagner, L.: Screening der Erstsprachfähigkeit bei Migrantenkindern - SCREEMIK 2 als differenzialdiagnostisches Abgrenzungsmittel für russisch-deutsche und türkisch-deutsche Kinder. In: Die Sprachheilarbeit 55(2010)2, 54-64.
Wagner, L. (2014): Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsstörungen im Kontext von Mehrsprachigkeit. Kinder- und Jugendmedizin. Heft 5, 331-335.
Wagner, L. (2015): Kasusförderung bei mehrsprachigen Kindern mit Hilfe von Bilderbüchern. Praxis Sprache. Heft 2, 104-105.
Zielgruppe
Logopädinnen/Logopäden, Sprech-/Sprachtherapeuten, Erzieherinnen und angrenzende Berufsgruppen, Schüler(innen) und Studentinnen der angeführten Berufsgruppen ab drittem Ausbildungsjahr.

Termin
Samstag, 02. Dez 2017 09.00 - 16.30 Uhr
Kursgebühr: 165,00 Euro Fortbildungspunkte: 08

Begrenzte Teilnehmer(innen)zahl bis 16 Personen

Dauer: 02.12.2017 09:00 bis 02.12.2017 16:30
Teilnahmepreis: 165,00 €
Referent/in: Dr. päd. Lilli Wagner
Punkte: 8
Maximale Teilnehmeranzahl: 16
Veranstalter: IFF- Institut für Fortbildung Saar-Pfalz
Schulstraße 4
66877 Ramstein-Miesenbach
Veranstaltungsort: IFF Saar-Pfalz - Institut für Fortbildung
Schulstraße 4
66877 Ramstein-Miesenbach
Deutschland
Kontakt vor Ort: Frau Lux
Ical-export: ical export

Zeiten, Orte

Für dieses Angebot ist momentan eine Zeit bzw. Ort bekannt:

ZeitenDauerArtPreisOrt, BemerkungenAng.-Nr.
02.12.17
09:00 - 16:30 Uhr
1 Tag Wochenende
Sa.
165 € Schulstraße 4
66877 Ramstein-Miesenbach
k. A.
Anbieteradresse
IFF Saarpfalz - Institut für Fortbildung, Ramstein
Schulstr. 4
66877 Ramstein
Tel: 06371-4069639
Fax: 06371-9524556
Kontakt: Frau Lux
www.iffsaarpfalz.de
info@iffsaarpfalz.de
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