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Profiling mit berufspraktischer Orientierung [Aktivierungsgutschein]

AVGS-Maßnahme nach §45 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 SGB III

Ziele:
Heranführung an den Arbeitsmarkt durch eine persönliche und fachgerechte Beratung und Betreuung.
Die Einzelcoaching-Maßnahmen werden auf Basis einer Situationsanalyse der Interessenten zusammengestellt. Die Coachings ermöglichen eine individuelle Kombination von Kompetenzfeststellung und Profiling, einer Praxiseinheit in verschiedenen Branchen - und je nach Bedarf einer Arbeitsmarkt- und Berufsorientierung mit interkulturellem Training.
Daher eignet sich der Kurs auch für Flüchtlinge, die bei der beruflichen Entscheidungsfindung und Integration Unterstützung benötigen.
Zum Ende der Maßnahme liegt für jeden Teilnehmer ein Bericht vor, der Aussagen zu seinen berufsfachlichen Kenntnissen und seinen Stärken enthält sowie Empfehlungen gibt für weitere Handlungsbedarfe.

Inhalte:

Profiling und Kompetenzfeststellung:
1. Aufnahmegespräch

  • Allgemeine Daten (persönliche Daten, Rechtskreis, ggf. Aufenthaltstitel)
  • Analysegespräch
    • Situationsschilderung und -analyse
    • Ziel: Einzelcoaching richtet sich nach Fragen / Bedürfnissen des Teilnehmers
  • Konzeptiongespräch / Terminierung
    • Festlegung der Coachingthemen / Modulumfang
    • Gemeinsames Erarbeiten einer Zieldefinition
    • Bestimmen der Folgetermine

2. Voraussetzungen für den Maßnahmeerfolg

  • (falls erforderlich) Einschätzung der Deutschkenntnisse
  • eventuelle vermittlungsrelevante Gesundheitseinschränkung

3. Aktuelle Qualifizierung des Kunden

  • Berufswunsch
  • Welche Qualifikation liegt vor? (nachweislich / ggf. Berufsanerkennungsverfahren / Gleichwertigkeitsfeststellung)
  • Mobilitätsbereitschaft
  • Sprachkenntnisse

4. Kompetenzen und Potenziale ermitteln

  • Kompetenzfeststellung
    • Methoden- / Aktivitäts- / Umsetzungskompetenz
    • Sozialkommunikative / Personale Kompetenzen
    • IT- und Medienkompetenzen
  • Standortbestimmung
    • Stärkenanalyse
    • Potenzialanalyse (Verbesserungspotenziale / Integrationshindernisse)
    • Abgleich der Stärken und Potenziale
  • Handlungsbedarfe in den Schlüsselgruppen:
    • Qualifikation
    • Leistungsfähigkeit
    • Motivation
    • Rahmenbedingungen
    • Ziel: Berichterstellung für Teilnehmer/in und Integrationsbeauftragten (Agentur für Arbeit / JobCenter)

5. Ziele festlegen

  • Aufnahme Beschäftigung im 1. Arbeitsmarkt (regional, ggf. überregional)
  • Tätigkeiten jenseits des 1. Arbeitsmarktes
  • Aufnahme einer Bildungsmaßnahme (Umschulung / Ausbildung / Weiterbildung), die dem Eintritt in den 1. Arbeitsmarkt vorgeschaltet wird (regional, ggf. überregional)

6. Strategie

  • Umsetzungsfahrplan beschließen
  • Umsetzung Handlungsbedarfe (vermittlungshemmende)
  • Strategien in Anlehnung an das Integrationskonzept der Bundesagentur für Arbeit

7. Umsetzung und Nachhalten

  • Profiling-Abschlussbericht (Zusammenfassung der Ergebnisse 1-3, Empfehlung einer Strategie aussprechen). Ergänzt wird dies durch individuell geäußerte Anforderungen der regionalen Jobcenter / Agenturen für Arbeit am jeweiligen Standort.
  • Anschlussbetreuung / -begleitung des Kunden gewährleisten
  • über AVGS-Maßnahme branchenspezifisch berufspraktische Qualifikation
  • über Maßnahme der geförderten Weiterbildung (Zertifikatslehrgang, Umschulung)

8. Bewerbungscoaching: Bewerbungsunterlagen optimieren

  • Inhalte Lebenslauf / Anschreiben
  • Aufbau Lebenslauf / Anschreiben
  • Analyse einer Stellenanzeige
  • Analyse des überarbeiteten Lebenslaufs
  • Erarbeitung / Optimierung des Lebenslaufs anhand von Stellenanzeigen
  • Analyse überarbeiteter Anschreiben
  • Erarbeitung / Optimierung der Anschreiben anhand von Stellenanzeigen
  • Deckblatt / Qualifikationsprofil
  • Initiativbewerbungen
  • Online-Bewerbungen

9. Bewerbungscoaching: Vorstellungsgespräch vorbereiten

  • Erfolgsrelevante Aspekte im Rahmen eines Vorstellungsgespräches
  • Optimierung Vorbereitung / Nachbereitung Vorstellungsgespräch
  • Analyse der Stärken und Schwächen
  • Identifikation von persönlichen Fehler- und Chancenpotenzialen
  • Umsetzung und Analyse eines Übungsgesprächs

Betriebliche Erprobung:
(vier Wochen inkl. Begleitcoaching)

Pro Berufsbereich ist eine Maximaldauer der berufspraktischen Erprobung von einer Woche (45 UE) vorgesehen, d.h. insgesamt eine maximale Gesamtdauer von 135 UE der betrieblichen Erprobung.

1. Pflege und Betreuung: Praktisches Arbeiten im Pflegezimmer
Mögliches Themenspektrum: Körper- und Mundpflege; Essen und Trinken, PEG-Sonderernährung; Hygiene; Übergabegespräch, Anleitungsgespräch, Zusammenarbeit mit angrenzenden Berufsgruppen; Sturz, Dekubitus, Wundversorgung, Prophylaxen; Demenz, Vitalfunktionen und Notruf, Aufnahme/Entlassung/Überleitung; Medikamentengabe; Infusionen, Transfusionen Blut abnehmen; Betreuung, Freiheitsentziehende Maßnahmen; Feiern organisieren; Palliativpflege und Patientenverfügung; psychisch kranke Patienten

2. Gewerblich-technische Branche: Praktisches Arbeiten in Werkstatt / Elektrolabor / an Maschinen
Mögliches Themenspektrum: Fertigungstechnik, Werkstofftechnik, Werkzeuge und Bauelemente, Elektrotechnik, Auftragsabwicklung, Telefonieren am Arbeitsplatz

3. Kaufmännische Branche: Praktisches Arbeiten im Office-Bereich
Themenspektrum: Verkaufsgespräche, Präsentationstechniken, Diagramme und Grafiken beschreiben, Argumentieren und Stellung nehmen, Kundenbetreuung und -bedienung im Einzelhandel, Angebote und Rechnungen schreiben, Zahlungs- und Lieferbedingungen, Bericht verfassen.

Arbeitsmarktorientierung und interkulturelles Training:
(je nach Zielgruppe eventuell erforderlich)

Arbeitsmarkt- und Berufsorientierung

1. Rechtliche Grundlagen
Relevante Themen aus

  • BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)
  • Handelsrecht
  • Arbeitsrecht

2. Arbeitsmarkt und Bildungsmöglichkeiten

  • Einstieg und Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt
  • Bildungsmöglichkeiten

3. Ämter und Behörden
Ziele: der Teilnehmende ist in der Lage,

  • dem Telefonbuch oder Internet Informationen über Behörden zu entnehmen (z.B. Ansprechpartner, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten)
  • einfache Wegweiser zu verstehen (Eingangsbereich von öffentlichen Stellen und Behörden)
  • am Informationsschalter gezielte Auskünfte zu erfragen (Ansprechpartner, zuständige Stelle)
  • mit einfachen Worten auf eine Frage der Mitarbeiter zu anworten (z.B. nach persönlichen Daten, Familienstatus, Aufenthaltsstatus)
  • in Beratungsstellen mit einfachen Worten über sich selbst zu informieren (Probleme, familiäre Situation)
  • in Formularen persönliche Daten einzutragen
  • Sachbearbeiter um Unterstützung beim Ausfüllen zu bitten

Interkulturelles Training

1. Sensibilisierung für folgende Aspekte der Interkulturalität

  • Funktion und Einflussnahme von Verwaltung
  • Kommunikationsgepflogenheiten auf Ämter und Behörden
  • Umgang mit Zeit in Ämtern und Behörden
  • Umgang mit Mitarbeitern von Ämtern
  • Gewichtung von Fristen, Regelungen und Absprachen

2. Sensibilisierung für folgende Aspekte der Landeskunde

  • verschiedene Funktionen der bestehenden Ämter (Sozialamt, Rathaus, Arbeitsamt, Krankenkassen)
  • Anlaufstellen und Beratungseinrichtungen für den Umgang mit Behörden
  • Wissen darüber, dass gegen behördliche Entscheidungen kann Widerspruch eingelegt werden
  • Wissen darüber, dass Behörden zu einer ausführlichen Beratung verpflichtet sind

3. Das kleine 1x1 der Bankgeschäfte

  • Girokonto, EC-Karte
  • Kredite, Zinsen
  • Überweisung, Dauerauftrag

Zielgruppe:

  • Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende
  • Schutzsuchende und Geflüchtete, die eine professionelle Unterstützung zur Integration auf den Arbeitsmarkt benötigen oder wünschen
  • Ü-50 Arbeitssuchende
  • Berufsrückkehrer (Mütter / Väter aus Kinderzeit)
  • Schwerbehinderte Menschen (Rückkehr nach Krankheit)
  • Studienabbrecher

Je nach Zielgruppe werden die passenden Modulkombinationen in einem Beratungsgespräch erörtert.

Methode:
Präsenzunterricht mit Trainer.

Teilnahmevoraussetzungen:
Vorliegender Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein.

Förderung:
Kostenlos mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein.

Weitere Infos vom Anbieter

Förderungsart: Aktivierungsgutschein (Eingliederungshilfe) i
Unterrichtsart: Präsenzunterricht i

Zeiten, Orte

Für dieses Angebot ist momentan eine Zeit bzw. Ort bekannt:

ZeitenDauerArtPreisOrt, BemerkungenAng.-Nr.
Termin noch offen 540 Std. Mo., Di., Mi., Do. und Fr. k. A.
kostenlos als Aktivierungsmaßnahme
Frankenstraße 7
20097 Hamburg-Hammerbrook

Die Kursdauer ist abhängig von den gewählten Modulen.

123-6781-16
Anbieteradresse
date up training GmbH
Frankenstraße 7
20097 Hamburg
Tel: 040 / 80 90 75-0
Fax: 040 / 80 90 75-199
Mo - Fr: 7:30 - 16:30 Uhr
www.date-up.com
info@date-up.com

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